Workshop zur Anbauoptimierung von Bio-Jungpflanzen bei Zierpflanzen

Die Referenten des Workshops gaben mit ihren Beirägen interessante Impulse.

Impulsvorträge, Diskussion und Austausch


Wie lässt sich die Produktion von Bio-Jungpflanzen verbessern und vorantreiben? Was bringen organische Dünger, Pflanzenstärkungsmittel oder LED-Pflanzenbelichtungssysteme? Über diese und viele weitere Fragen tauschten sich Ende Juni 34 Fachleute aus Wissenschaft, Praxis und Beratung in einem Workshop an der LVG Heidelberg aus.

Hintergrund des Workshop war: Spätestens ab 2037 ist die auch Bio-Zierpflanzenbranche verpflichtet, ausschließlich Bio-Pflanzenvermehrungsmaterial wie u.a. Bio-Jungpflanzen, Bio-Saatgut und Bio-Stecklinge einzusetzen. So schreibt es die EU-Öko-Verordnung für den ökologischen Landbau vor. Diesem ambitionierten Ziel kann man etwas näherkommen, wenn alle an einem Strang ziehen – von den Bio-Jungpflanzenunternehmen über das Versuchswesen und die Forschung bis zu den Bio-Zierpflanzengärtnern. Ein erster wichtiger Schritt ist es, das Bio-Jungpflanzenangebot auszuweiten. Genau hier setzt das 2023 gestartete Projekt BioZierPVM an, das über das Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL) gefördert wird. „Heute sind wir zusammengekommen, um weitere Netzwerke aufzubauen, Erfahrungen austauschen und neuen Forschungsbedarf zu identifizieren“, so stimmte die BioZierPVM-Koordinatorin Andrea Frankenberg von Bioland die Teilnehmenden auf den Workshop ein.
„Hierzu werden wir in dem Workshop thematisch einen weiten Bogen spannen“, ergänzte Ute Ruttensperger von der LVG Heidelberg, die neben der Hochschule Geisenheim University (HGU), dem Julius Kühn-Institut (JKI), dem Betreuungsdienst Nützlingseinsatz Baden e. V. (NüPA GmbH) sowie dem Gartenbauberater Klaus Bongartz und der föga an dem Projekt mitwirkt. Die Themen der elf Impulsvorträge reichten von Bio-Substraten, organischen Düngern bis hin zu Belichtungskonzepten, wuchsregulierenden Maßnahmen, Pflanzenstärkung, Trauermückenbekämpfung und Pflanzenschutz.