BÖL-Projekt TrauTopf erfolgreich abgeschlossen

Gelbtafel zur Trauermückenbekämpfung (Bildquelle: LVG Heidelberg).

Mit neuen Ansätzen Trauermücken im Bio-Topfpflanzenanbau besser regulieren

Wie sich der Befall von Bio-Topfpflanzen mit Trauermücken in den Griff bekommen lässt, hat ein Forscherteam der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und des Julius Kühn-Instituts untersucht. Im Rahmen des vierjährigen BÖL-Forschungsvorhabens „TrauTopf“ (Regulierung von Trauermücken im ökologischen Anbau von Topfpflanzen – Innovative Verfahren zur Abschätzung der Attraktivität von Kultursubstraten für Trauermücken und umfassende Strategien zur Bekämpfung mittels Nützlingen) haben die Versuchsansteller eine umfassende Regulierungsstrategie weiterentwickelt.

Handlungsempfehlungen

Entscheidend kommt es auf die richtige Auswahl des Substrates und der Düngemittel an. Denn in mit festen organischen Düngern behandelten Substraten ist der Befallsdruck deutlich höher als bei Flüssigdüngern. Wer Bio-Topfpflanzen anbaut, sollte deshalb – so der Rat der Wissenschaftler – den Einsatz fester Dünger zugunsten von Flüssigdüngern minimieren. Ein zweiter wichtiger Hebel, um die Massenvermehrung von Trauermücken zu regulieren, ist der Einsatz von Nützlingen. Ideal ist eine Mischung aus Arten, die sich langfristig im Gewächshaus ansiedeln, und solchen, die sich kurzfristig freisetzen lassen. In einem Kurzfilm werden die wichtigsten Maßnahmen anschaulich dargestellt.