Praxisforschung zum Anfassen - Projekte TerÖko und BioZierPVM auf dem Kompostforum der Ökofeldtage

Mehr Kompost statt Torf im Bio-Kräutertopf: Davon konnten sich die Besucher der diesjährigen ÖKofeldtage ein Bild machen.

Kompost überzeugt

Auf den diesjährigen Ökofeldtagen auf dem Wassergut Canitz bei Leipzig konnte sich das BÖL-Projekt BioZierPVM präsentieren. Außerdem wurden die Ergebnisse des BÖL-Projekt TerÖko präsentiert. Auf einem ovalen Tisch wurde anschaulich gezeigt, welche Schritte im Produktionsprozess notwendig sind, um mehr Kompost statt Torf in den Bio-Kräutertopf zu bekommen. Jonas Buck von der FH Erfurt stellte die Ergebnisse der Praxisversuche im Vortrag vor. Von Bioland-Seite aus wurden in einem Workshop und bei verschiedenen BÖL-Rundgängen die Ergebnisse der Projekte vorgestellt.

Besonders beeindruckt waren die Besucher:innen vom suppressiven Effekt des Kompostes gegenüber Wurzelpathogenen. Hier wurde von der Uni Kassel anhand eines sogenannten Bio-Tests die Schutzwirkung gegen den Erreger Pythium gezeigt.

Marion Bieker, Beraterin Kompostproduktion und -vermarktung, stellte auf dem Kompostforum in einem Workshop die Qualitätseigenschaften von Kompost vor. Dabei betonte sie, dass sich mit Hilfe einer sensorischen Begutachtung bereits wichtige Qualitätseigenschaften von Komposten einschätzen lassen. An Kompostbeispielen wurde fleißig gerochen und gefühlt, um die Kompostreife (be-)greifbar zu machen. Zudem beschrieb die Beraterin die Zusammenhänge zwischen dem Kompostierungsprozess und der Kompostreife und gab Orientierungshilfen für die eigene Beurteilung von Praxiskomposten.